Jede Stimme ist wichtig
Letzte Woche wurde in Burgenland die Landtagswahl abgehalten. Diese Wahl war so spannend wie selten eine Wahl zuvor, auch wenn es wahrscheinlich bundespolitisch die wohl unbedeutendste war.
Hans Niessl wurde zwar in seinem Amt bestätigt, verlor aber die absolute Mehrheit und damit konnte ein wichtiges Wahlziel der SPÖ Burgenland nicht erreicht werden.
Dadurch, dass die Absolute verloren ging, wurde ein Wahlziel aller anderen antretenden Parteien erfüllt: Die ÖVP musste zwar auch Verluste hinnehmen, konnte aber ihren Stand von 13 Mandaten halten und kam auf die zweit meisten Stimmen. Die FPÖ konnte als einzige Partei, die schon im Landtag vertreten war, Zugewinne verbuchen und kam mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 9 Prozent – jedoch wurde auch hier das Wahlziel von 10% und den damit verbundenen Sitz in der Landesregierung nicht erreicht.
Sehr spannend jedoch wurde es bei den Grünen bzw. der Liste Burgenland, eine Abspaltung der FPÖ. Am Wahlsonntag wären nämlich die Grünen nicht im Landtag vertreten gewesen, die Liste Burgenland jedoch schon. Wären da nicht noch die Wahlkarten gewesen. Durch die Wahlkarten konnten die Grünen die Liste Burgenland überholen und sie kamen auf 4,2 Prozent. Die Liste Burgenland schaffte mit 4,0003 Prozent ganz knapp die 4-Prozent-Hürde, die nötig ist, um in den Landtag einzuziehen. Diese 4,0003 Prozent sind genau 7559 Stimmen. Mit 7558 Stimmen (3,9997 Prozent) hätte man die 4-Prozent-Hürde nicht erreicht und wäre nicht vertreten gewesen.
Da sieht man wieder, wie wichtig es eigentlich ist, wählen zu gehen. Mit 77,3 % Wahlbeteiligung liegt die Burgenland-Wahl eigentlich im Schnitt.
Doch wie man bei den letzten Wahlen gesehen hat, singt die Wahlbeteiligung immer weiter und weiter. Das ist erschütternd.
Demokratie kann nur funktionieren wenn auch das Stimmrecht in Anspruch genommen wird, das heißt, bitte unbedingt wählen gehen, am Beispiel Burgenland sieht man, wie wichtig jede Stimme ist.

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