Voll laufen – Marathon
Jedes Jahr werden überall auf der Welt Marathonläufe abgehalten. Der größte Event in Oberösterreich ist der Linz-Marathon, welcher im April dieses Jahres über die Bühne ging.
Über 14.500 Läufer gingen an den Start. Den ersten Platz sicherte sich Jason Mbote aus Kenia mit einer Zeit von 2:13:18! Bei den Damen konnte sich Eva Maria Gradwohl mit einer Zeit von 2:34:10 als Siegerin auf die Schultern klopfen.
Aber wie ist der Marathonlauf eigentlich entstanden? Vor sehr langer Zeit besiegten die Athener in dem griechischen Dorf Marathon die Perser. Der Marathonlauf ist zum Gedächtnis an einen griechischen Soldaten entstanden, der damals von Marathon nach Athen gelaufen ist, um die Siegesbotschaft zu überbringen.
Diese Tradition setzen die heutigen Läufe fort.
Die Marathonstrecke hat die gleiche Länge wie die Entfernung, die der Soldat von Marathon nach Athen gelaufen ist: ungefähr 40 Kilometer.
Zu Beginn der Tradition wechselten die Weiten der Streckenläufe immer ein wenig. Bei den 4. Olympischen Spielen in London im Jahre 1908 legte man sie auf genau 42,195 km fest. Diese Länge wurde schließlich 1924 verbindlich festgelegt und gilt seitdem als Standard für den Marathonlauf.
Wie für jeden Wettkampf gelten auch für den Marathonlauf feste Regeln, die eingehalten werden müssen:
Die Läufer…
… dürfen die Strecke nicht verlassen,
… dürfen keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen,
… dürfen keine Ratschläge vom Trainer erhalten.
Der olympische Marathonlauf wird immer am letzten Tag der Spiele abgehalten. Den ersten modernen Marathon gewann der Grieche Spiros Louis. Die Disziplin für Frauen gibt es erst seit 26 Jahren.
Den offiziellen Weltrekord im Lauf über eine Marathondistanz hält Haile Gebrselassie aus Äthiopien mit einer Zeit von 2:03:59, die er 2008 beim Berlin-Marathon gelaufen ist. Dies entspricht einer durchschnittlichen Laufgeschwindigkeit von 20,42 km/h!
Bei den Frauen ist die Rekordhalterin Paula Radcliffe aus England mit einer Zeit von 2:15:25.
Alle begeisterten Marathonläufer sollten sich schnell noch Starttickets für den Jubiläumslauf am 31. Oktober 2010 sichern. Anlässlich des „2.500. Geburtstags“ wird die klassische Strecke Marathon–Athen wieder gelaufen.
Voll witzig!
Japaner Shisò Kanaguri trat bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm zum Marathonlauf an. Wegen der großen Hitze bot ihm eine Familie bei Kilometer 30 ein Glas Saft zu trinken an. Er beschloss, sich auch etwas auszuruhen, schlief aber vor Erschöpfung ein und verpasste es so, den Wettkampf rechtzeitig zu beenden. 1967 kam er jedoch – inzwischen als 76-jähriger Professor – nach Stockholm zurück und setzte seinen Lauf an der Stelle fort, an der er 1912 abgebrochen hatte. Im Ziel hatte er dann den langsamsten Marathon aller Zeiten gelaufen mit 54 Jahren, acht Monaten, sechs Tagen, drei Stunden, 32 Minuten und 20,3 Sekunden – das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,4 Zentimetern pro Stunde.

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